Security Hardening 2026: Die 15 Maßnahmen, die wirklich zählen

Marc Wag­ner

Janu­ar 28, 2026

12 min read|

In einer Zeit, in der Cyber­an­grif­fe stän­dig zuneh­men, ist die Sicher­heit dei­ner Word­­Press-Web­­si­te ent­schei­dend. In die­sem Arti­kel erfährst du, wel­che 15 Maß­nah­men wirk­lich zäh­len, um dei­ne Web­site zu här­ten und dich gegen Mal­wa­re und Angrif­fe zu schüt­zen. Von der Imple­men­tie­rung von Fire­walls bis hin zu bewähr­ten Prak­ti­ken – wir decken alles ab.

Einführung in WordPress-Sicherheit #

Um die Sicher­heit dei­ner Word­­Press-Web­­si­te zu gewähr­leis­ten, ist es ent­schei­dend, die Grund­la­gen der Sicher­heit zu ver­ste­hen. Word­Press ist eine der belieb­tes­ten Platt­for­men für die Erstel­lung von Web­sites, was es zu einem attrak­ti­ven Ziel für Cyber­an­grif­fe macht. Zu den häu­figs­ten Bedro­hun­gen gehö­ren Mal­­wa­­re-Infek­­tio­­nen, Bru­­te-Force-Angrif­­fe, SQL-Injec­­ti­on-Angrif­­fe und Sicher­heits­an­fäl­lig­kei­ten in Plug­ins und The­mes.

Ein rea­les Bei­spiel ist der 2017 auf­ge­tre­te­ne „WannaCry“-Angriff, der welt­weit Tau­sen­de von Word­­Press-Web­­si­tes infi­zier­te. Die Aus­wir­kun­gen waren gra­vie­rend: Vie­le Web­sites wur­den off­line genom­men, und die Benut­zer waren einem hohen Risi­ko von Daten­dieb­stahl aus­ge­setzt. Ein wei­te­res Bei­spiel ist der Angriff auf die Social-Media-Plat­t­­form „Tumb­lr“, bei dem Hacker Zugang zu den Nut­zer­da­ten erlang­ten, auf­grund unzu­rei­chen­der Sicher­heits­vor­keh­run­gen.

Um dei­ne Word­­Press-Web­­si­te zu här­ten und vor sol­chen Bedro­hun­gen zu schüt­zen, soll­test du fol­gen­de grund­le­gen­den Sicher­heits­maß­nah­men imple­men­tie­ren:

  1. Star­ke Pass­wör­ter ver­wen­den: Wäh­le kom­ple­xe Pass­wör­ter für alle Benut­zer­kon­ten.
  2. Zwei-Fak­­tor-Authen­­ti­­fi­­zie­rung akti­vie­ren: Füge eine zusätz­li­che Sicher­heits­schicht hin­zu, um unbe­fug­ten Zugriff zu ver­mei­den.
  3. Fire­wall ein­set­zen: Instal­lie­re ein Sicher­heits-Plu­g­in, das eine Web Appli­ca­ti­on Fire­wall (WAF) bie­tet.
  4. Regel­mä­ßi­ge Siche­run­gen: Füh­re regel­mä­ßi­ge Back­ups dei­ner Web­site durch, um Daten­ver­lust zu ver­mei­den.
  5. Updates durch­füh­ren: Hal­te Word­Press, Plug­ins und The­mes immer auf dem neu­es­ten Stand.

Die Umset­zung die­ser Maß­nah­men kann erheb­lich hel­fen, dei­ne Web­site vor den genann­ten Bedro­hun­gen zu schüt­zen und ihre Inte­gri­tät lang­fris­tig zu gewähr­leis­ten.

Die Bedeutung der Aktualisierungen #

Die regel­mä­ßi­gen Aktua­li­sie­run­gen von Word­Press, Plug­ins und The­mes sind nicht nur eine Best Prac­ti­ce, son­dern eine uner­läss­li­che Maß­nah­me zur Siche­rung dei­ner Web­site. Ver­al­te­te Soft­ware stellt ein erheb­li­ches Sicher­heits­ri­si­ko dar, da Hacker oft bekann­te Schwach­stel­len in älte­ren Ver­sio­nen aus­nut­zen. Jedes Jahr gibt es vie­le Berich­te über schwer­wie­gen­de Sicher­heits­vor­fäl­le, bei denen angreif­ba­re Ver­sio­nen von Plug­ins oder The­mes ver­ant­wort­lich sind.

Typi­sche Anwen­dun­gen, die regel­mä­ßig aktua­li­siert wer­den soll­ten, umfas­sen ver­brei­te­te Plug­ins wie Yoast SEO, Woo­Com­mer­ce und Ele­men­tor. Die­se Tools sind essen­ti­ell für die Funk­tio­na­li­tät dei­ner Web­site und wer­den oft gezielt von Angrei­fern ins Visier genom­men, wenn sie nicht die aktu­ells­ten Sicher­heits­up­dates erhal­ten.

Ein häu­fi­ger Feh­ler beim Update-Pro­­zess ist es, Updates ein­fach zu igno­rie­ren oder sie manu­ell durch­zu­füh­ren, ohne eine Siche­rung der Web­site zu erstel­len. Dies kann dazu füh­ren, dass im Fal­le eines feh­ler­haf­ten Updates eine restau­ra­ti­ve Maß­nah­me erfor­der­lich wird. Ein wei­te­rer häu­fi­ger Feh­ler ist das Ver­säum­nis, alle Kom­po­nen­ten gleich­zei­tig zu aktua­li­sie­ren, was inkon­sis­ten­te Ver­sio­nen und mög­li­che Inkom­pa­ti­bi­li­tä­ten zur Fol­ge haben kann.

Um die­sen Pro­zes­sen gerecht zu wer­den, ist es rat­sam, Fol­gen­des zu beach­ten:

  1. Regel­mä­ßi­ge Back­ups: Erstel­le vor jedem Update ein voll­stän­di­ges Back­up dei­ner Web­site.
  2. Auto­ma­ti­sche Updates akti­vie­ren: Vie­le Plug­ins bie­ten die Mög­lich­keit auto­ma­ti­scher Updates an.
  3. Update-Rei­hen­­fol­­ge: Aktua­li­sie­re zuerst Word­Press selbst, gefolgt von Plug­ins und dann The­mes.
  4. Kom­pa­ti­bi­li­tät prü­fen: Tes­te die Aktua­li­sie­run­gen auf einer Sta­­ging-Sei­­te, um sicher­zu­stel­len, dass kei­ne funk­tio­na­len Pro­ble­me auf­tre­ten.

Schritt-für-Schritt-Anlei­­tung zum Durch­füh­ren von Updates:

  1. Mel­de dich im Word­­Press-Dash­­board an.
  2. Kli­cke auf ‘Dash­board’ und dann auf ‘Updates’.
  3. Über­prü­fe, ob Updates für Word­Press, Plug­ins oder The­mes ver­füg­bar sind.
  4. Kli­cke auf ‘Alle aktua­li­sie­ren’, um die Update-Pro­­zes­­se zu star­ten.
  5. War­te, bis der Update-Vor­­­gang abge­schlos­sen ist, und über­prü­fe die Web­site auf even­tu­el­le Feh­ler.

Durch die­se regel­mä­ßi­gen und gut durch­dach­ten Aktua­li­sie­rungs­prak­ti­ken kannst du die Sicher­heit dei­ner Word­­Press-Web­­si­te erheb­lich ver­bes­sern.

Starke Passwörter und Benutzerrollen #

Star­ke Pass­wör­ter und die rich­ti­ge Zuwei­sung von Benut­zer­rol­len sind essen­zi­ell für die Sicher­heit dei­ner Word­­Press-Web­­si­te. Ein schwa­ches Pass­wort ist einer der häu­figs­ten Ein­stiegs­punk­te für Hacker. Daher soll­test du Pass­wör­ter ver­wen­den, die aus einer Kom­bi­na­ti­on von Groß- und Klein­buch­sta­ben, Zah­len und Son­der­zei­chen bestehen. Ein Bei­spiel für ein siche­res Pass­wort könn­te sein: G7!dQk@4rJ$s8L. Ver­mei­de jedoch gän­gi­ge Pass­wör­ter wie “123456” oder “Pass­wort”, da die­se leicht zu kna­cken sind.

Dar­über hin­aus ist die Zuwei­sung von Benut­zer­rol­len ent­schei­dend. Jede Rol­le hat unter­schied­li­che Berech­ti­gun­gen und soll­te nur den­je­ni­gen Benut­zern zuge­wie­sen wer­den, die die­se benö­ti­gen. Bei­spiels­wei­se soll­te ein Redak­teur kei­ne admi­nis­tra­ti­ven Rech­te erhal­ten, um uner­wünsch­te Ände­run­gen an der Web­site zu ver­hin­dern.

Hier ist eine Schritt-für-Schritt-Anlei­­tung zur Erstel­lung star­ker Pass­wör­ter und zur Ver­wal­tung von Benut­zer­rech­ten:

  1. Erstel­lung eines star­ken Pass­worts:
  2. — Ver­wen­de einen Pas­s­­wort-Gene­ra­­tor oder erstel­le dein eige­nes Pass­wort mit einer Kom­bi­na­ti­on aus 12 oder mehr Zei­chen.
  3. — Mische Groß- und Klein­buch­sta­ben, Zah­len und Son­der­zei­chen.
  4. — Schrei­be das Pass­wort nicht auf oder ver­wen­de einen Pass­wort­ma­na­ger.
  1. Benut­zer­rol­len ver­wal­ten:
  2. — Gehe im Word­­Press-Dash­­board zu “Benut­zer” und wäh­le “Alle Benut­zer”.
  3. — Kli­cke auf den Benut­zer, des­sen Rol­le du ändern möch­test.
  4. — Wäh­le im Drop­­down-Menü die geeig­ne­te Rol­le (z.B. Admi­nis­tra­tor, Redak­teur, Autor, oder Abon­nent).
  5. — Kli­cke auf “Aktua­li­sie­ren”, um die Ände­run­gen zu spei­chern.

Durch die­se Maß­nah­men kannst du das Risi­ko von Sicher­heits­vor­fäl­len auf dei­ner Web­site erheb­lich redu­zie­ren und die Inte­gri­tät dei­ner Inhal­te schüt­zen.

Firewalls für WordPress-Websites #

Fire­walls spie­len eine ent­schei­den­de Rol­le beim Schutz dei­ner Word­­Press-Web­­si­te gegen die Viel­zahl von Bedro­hun­gen, denen sie aus­ge­setzt sein kann. Sie fun­gie­ren als Bar­rie­re zwi­schen dei­ner Web­site und den poten­zi­el­len Angrei­fern, indem sie den ein- und aus­ge­hen­den Daten­ver­kehr über­wa­chen und uner­wünsch­te Ver­bin­dun­gen blo­ckie­ren. Es gibt ver­schie­de­ne Arten von Fire­walls, die spe­zi­ell für Word­Press ent­wi­ckelt wur­den, dar­un­ter Net­z­­werk-Fire­­walls, Web­an­­wen­­dungs-Fire­­walls (WAFs) und host­ba­sier­te Fire­walls.

Net­z­­werk-Fire­­walls befin­den sich in der Regel auf Ser­­ver-Ebe­­ne und fil­tern den gesam­ten Daten­ver­kehr, wäh­rend Web­an­­wen­­dungs-Fire­­walls spe­zi­ell dar­auf aus­ge­legt sind, die Anwen­dun­gen selbst zu schüt­zen, indem sie ver­däch­ti­ge Anfra­gen iden­ti­fi­zie­ren und abweh­ren. Host­ba­sier­te Fire­walls hin­ge­gen wer­den direkt auf dem Ser­ver instal­liert, was einen umfas­sen­de­ren Schutz bie­tet, aller­dings auch leis­tungs­in­ten­si­ver sein kann. Jeder Typ hat sei­ne eige­nen Vor- und Nach­tei­le. Net­z­­werk-Fire­­walls sind in der Regel schnel­ler, wäh­rend WAFs tie­fe­re Ein­bli­cke in die Web­an­wen­dun­gen bie­ten.

Ein belieb­tes Bei­spiel für eine Fire­­wall-Imple­­men­­tie­rung ist das Plug­in „Word­fence“. Um Word­fence zu instal­lie­ren, fol­ge die­ser Schritt-für-Schritt-Anlei­­tung:

  1. Mel­de dich in dei­nem Word­­Press-Dash­­board an.
  2. Gehe zu „Plug­ins“ und dann zu „Instal­lie­ren“.
  3. Suche nach „Word­fence Secu­ri­ty“.
  4. Kli­cke auf „Jetzt instal­lie­ren“ und anschlie­ßend auf „Akti­vie­ren“.
  5. Gehe zu „Word­fence“ im Dash­board, um die Grund­kon­fi­gu­ra­ti­on vor­zu­neh­men.

Sobald die Fire­wall akti­viert ist, kannst du spe­zi­fi­sche Ein­stel­lun­gen zur Ver­bes­se­rung dei­ner Sicher­heit vor­neh­men. Dies umfasst die Kon­fi­gu­ra­ti­on von Schutz­maß­nah­men, die Blo­ckie­rung ver­däch­ti­ger IP-Adres­­sen und das Über­wa­chen von Anmel­de­ver­su­chen. Indem du eine effek­ti­ve Fire­wall imple­men­tierst, hochst du die Sicher­heit dei­ner Word­­Press-Web­­si­te erheb­lich und berei­test sie bes­ser auf mög­li­che Cyber­an­grif­fe vor.

Malwareerkennung und ‑schutz #

Um Dei­ne Word­­Press-Web­­si­te effek­tiv gegen Mal­wa­re zu schüt­zen, ist es ent­schei­dend, Mal­ware­er­ken­nung und ‑schutz ernst zu neh­men. Mal­wa­re kann auf ver­schie­de­ne Wei­sen in Dei­ne Web­site ein­drin­gen, bei­spiels­wei­se durch unsi­che­re Plug­ins, über­kom­pri­mier­te Datei­en oder Phis­hing-Angrif­­fe. Ein rea­les Bei­spiel ist der Word­­Press-Infek­­ti­ons­­fall von „Evil Word­Press“, wo ein zuvor harm­lo­ses Plug­in in einen bös­ar­ti­gen Tro­ja­ner umge­wan­delt wur­de, wodurch Benut­zer­da­ten gestoh­len wur­den.

Um Mal­wa­re zu erken­nen, emp­fiehlt es sich, ein leis­tungs­star­kes Mal­­wa­­re-Scan-Plu­g­in zu ver­wen­den. Hier ist eine Schritt-für-Schritt-Anlei­­tung zur Nut­zung eines sol­chen Plug­ins – wir ver­wen­den das belieb­te „Word­fence Secu­ri­ty“ als Bei­spiel.

  1. Instal­la­ti­on: Gehe in Dei­nem Word­­Press-Dash­­board zu „Plug­ins“ > „Instal­lie­ren“. Suche nach „Word­fence Secu­ri­ty“ und kli­cke auf „Jetzt instal­lie­ren“ und anschlie­ßend auf „Akti­vie­ren“.
  1. Plug­in kon­fi­gu­rie­ren: Gehe nach der Akti­vie­rung zu „Word­fence“ in Dei­nem Dash­board. Kli­cke auf „All­ge­mei­ne Ein­stel­lun­gen“ und stel­le sicher, dass die Optio­nen für Scans akti­viert sind.
  1. Scan durch­füh­ren: Kli­cke auf „Scan“ im Word­­fence-Menü. Das Plug­in beginnt mit dem Über­prü­fen Dei­ner Web­site auf Mal­wa­re, eine Auf­ga­be, die eini­ge Minu­ten in Anspruch neh­men kann.
  1. Ergeb­nis­se prü­fen: Nach Abschluss des Scans wirst Du über gefun­de­ne Bedro­hun­gen infor­miert. Behe­be die Pro­ble­me laut den Anwei­sun­gen auf dem Bild­schirm.

Ein ein­fa­ches Code-Bei­­spiel zur Kon­fi­gu­ra­ti­on könn­te so aus­se­hen, um zum Bei­spiel eine spe­zi­fi­sche Datei oder Ord­ner aus­zu­schlie­ßen:

add_filter('wordfence_scanFileExclusions', 'custom_exclude_pattern');

function custom_exclude_pattern($patterns) {
    $patterns[] = 'wp-content/uploads/';
    return $patterns;
}

Durch die kon­se­quen­te Anwen­dung sol­cher Maß­nah­men und Tools kannst Du Dei­ne Word­­Press-Web­­si­te deut­lich siche­rer machen und Mal­­wa­­re-Bedro­hun­­gen effek­tiv abweh­ren.

Sicherheits-Plugins für WordPress #

Sicher­heits-Plu­g­ins für Word­Press spie­len eine ent­schei­den­de Rol­le beim Schutz dei­ner Web­site vor einer Viel­zahl von Bedro­hun­gen. Die­se Plug­ins bie­ten umfas­sen­de Sicher­heits­lö­sun­gen, die Mal­wa­re, Bru­­te-Force-Atta­­cken und Daten­lecks abweh­ren. Hier sind eini­ge der bes­ten Sicher­heits-Plu­g­ins, die dir hel­fen kön­nen, dei­ne Word­­Press-Web­­si­te zu här­ten:

  • Word­fence Secu­ri­ty: Bie­tet eine leis­tungs­star­ke Fire­wall, Mal­­wa­­re-Scan­­ner und Ech­t­­zeit-Ver­­kehr­s­a­na­­ly­­se. Word­fence blo­ckiert bös­ar­ti­ge IP-Adres­­sen und bie­tet umfas­sen­de Sicher­heits­pro­to­kol­le.
  • iThe­mes Secu­ri­ty: Fokus auf Schwach­stel­len­ma­nage­ment. Es bie­tet Funk­tio­nen wie das Ändern von Log­in-URLs, Zwei-Fak­­tor-Authen­­ti­­fi­­zie­rung und auto­ma­ti­sier­te Sicher­heits­checks.
  • Sucu­ri Secu­ri­ty: Bekannt für ihre Mal­­wa­­re-Ent­­fer­­nungs­­­di­ens­­te. Sucu­ri bie­tet Sicher­heits­über­prü­fun­gen, Datei-Inte­­gri­­täts­­über­­­wa­chung und eine leis­tungs­star­ke Fire­wall.
  • All In One WP Secu­ri­ty & Fire­wall: Ein benut­zer­freund­li­ches Plug­in mit umfang­rei­chen Sicher­heits­ein­stel­lun­gen. Es bie­tet eine benut­zer­freund­li­che Ober­flä­che zur Imple­men­tie­rung von Sicher­heits­maß­nah­men.

Um eines die­ser Plug­ins zu instal­lie­ren und zu kon­fi­gu­rie­ren, befol­ge die­se Schrit­te am Bei­spiel von Word­fence Secu­ri­ty:

  1. Mel­de dich in dei­nem Word­­Press-Dash­­board an.
  2. Gehe zu “Plug­ins” und kli­cke auf “Instal­lie­ren”.
  3. Suche nach “Word­fence Secu­ri­ty” und kli­cke auf “Jetzt instal­lie­ren”.
  4. Nach der Instal­la­ti­on kli­cke auf “Akti­vie­ren”.
  5. Du wirst auf­ge­for­dert, ein grund­le­gen­des Set­up durch­zu­füh­ren. Fol­ge den Anwei­sun­gen auf dem Bild­schirm.
  6. Gehe zu “Word­fence” im Menü auf der lin­ken Sei­te und kon­fi­gu­rie­re die Fire­­wall-Ein­s­tel­­lun­­gen nach dei­nen Bedürf­nis­sen.

Die Ver­wen­dung die­ser Plug­ins erhöht nicht nur die Sicher­heit dei­ner Web­site, son­dern ver­ein­facht auch die Ver­wal­tung von Sicher­heits­funk­tio­nen und schützt gegen poten­zi­el­le Bedro­hun­gen, wäh­rend du dich auf ande­re Aspek­te dei­ner Web­site kon­zen­trie­ren kannst.

Backups und Wiederherstellung #

Back­ups sind eine der grund­le­gends­ten Maß­nah­men zur Siche­rung Dei­ner Word­­Press-Web­­si­te gegen Mal­wa­re und ande­re Bedro­hun­gen. Sie ermög­li­chen es Dir, die Kon­trol­le über Dei­ne Daten zu behal­ten, selbst wenn ein Sicher­heits­vor­fall auf­tritt. Die Kri­ti­k­ali­tät von Back­ups kann nicht genug betont wer­den: Sie sind Dei­ne letz­te Ver­tei­di­gungs­li­nie gegen Daten­ver­lus­te.

Eine bewähr­te Back­up-Stra­­te­­gie umfasst regel­mä­ßi­ge und auto­ma­ti­sier­te Siche­run­gen, die sowohl die Datei­en Dei­ner Web­site als auch die Daten­bank umfas­sen. Ein häu­fi­ger Feh­ler ist es, nur die Datei­en oder nur die Daten­bank zu sichern, was bei der Wie­der­her­stel­lung zu Pro­ble­men füh­ren kann. Dar­über hin­aus ist es wich­tig, die Back­ups an einem siche­ren Ort zu spei­chern – idea­ler­wei­se an einem exter­nen Stand­ort oder in der Cloud.

Für die Imple­men­tie­rung auto­ma­ti­sier­ter Back­ups kannst Du ver­schie­de­ne Plug­ins nut­zen, wie z.B. Updraft­Plus oder Back­up­Bud­dy. Hier ist eine ein­fa­che Schritt-für-Schritt-Anlei­­tung zur Erstel­lung auto­ma­ti­sier­ter Back­ups mit Updraft­Plus:

  1. Instal­lie­re und akti­vie­re das Updraf­t­­Plus-Plu­g­in.
  2. Gehe zu den Ein­stel­lun­gen des Plug­ins.
  3. Wäh­le die Back­uphäu­fig­keit (z.B. täg­lich) und die Auf­be­wah­rungs­dau­er (z.B. 14 Tage).
  4. Wäh­le einen Remo­te­spei­cher­ort wie Goog­le Dri­ve oder Drop­box aus und authen­ti­fi­zie­re Dein Kon­to.
  5. Kli­cke auf „Jetzt sichern“, um das ers­te Back­up durch­zu­füh­ren.

Hier ist ein Bei­spiel­code zur Auto­ma­ti­sie­rung von Back­ups:

add_action('wp_schedule_event', 'meine_backup_planung');
function meine_backup_planung() {
    if (!wp_next_scheduled('mein_backup_hook')) {
        wp_schedule_event(time(), 'daily', 'mein_backup_hook');
    }
}

add_action('mein_backup_hook', 'mein_backup_function');
function mein_backup_function() {
    // Backup-Funktionen hier einfügen, z.B. Nutzung des UpdraftPlus-APIs
}

Mit die­sen Maß­nah­men stellst Du sicher, dass Dei­ne Word­­Press-Web­­si­te stets gesi­chert ist und bei einem Vor­fall schnell wie­der­her­ge­stellt wer­den kann.

SSL-Zertifikate und HTTPS #

SSL-Zer­­ti­­fi­­ka­­te sind ein essen­zi­el­ler Bestand­teil der Sicher­heit dei­ner Word­­Press-Web­­si­te. Sie sor­gen dafür, dass die Ver­bin­dung zwi­schen dei­nem Web­ser­ver und dem Brow­ser dei­ner Besu­cher ver­schlüs­selt ist. Dies schützt sen­si­ble Daten, wie Pass­wör­ter oder Zah­lungs­in­for­ma­tio­nen, vor poten­zi­el­len Angrei­fern, die die­se Daten abfan­gen könn­ten. Eine siche­re HTTPS-Ver­­­bin­­dung ver­bes­sert nicht nur die Sicher­heit, son­dern ist auch ein Ran­king-Fak­­tor für Such­ma­schi­nen wie Goog­le.

Ein häu­fi­ges Pro­blem bei der Imple­men­tie­rung von SSL-Zer­­ti­­fi­­ka­­ten ist die fal­sche Kon­fi­gu­ra­ti­on. Dies kann dazu füh­ren, dass die Web­site trotz instal­lier­tem Zer­ti­fi­kat als unsi­cher ange­zeigt wird. Ein wei­te­rer Feh­ler ist das Ver­säum­nis, alle Links und Medi­en auf der Web­site von HTTP auf HTTPS zu aktua­li­sie­ren. Wenn du dies nicht tust, kön­nen gemisch­te Inhal­te auf­tre­ten, bei denen eini­ge Res­sour­cen wei­ter­hin über unsi­che­re HTTP-Ver­­­bin­­dun­­gen gela­den wer­den.

Für die Instal­la­ti­on eines SSL-Zer­­ti­­fi­­kats fol­ge die­sen Schrit­ten:

  1. Wäh­le einen geeig­ne­ten SSL-Anbie­­ter und erwer­be ein Zer­ti­fi­kat.
  2. Instal­lie­re das Zer­ti­fi­kat auf dei­nem Web­ser­ver. Vie­le Hos­­ting-Anbie­­ter bie­ten eine ein­fa­che Mög­lich­keit, SSL-Zer­­ti­­fi­­ka­­te mit weni­gen Klicks zu instal­lie­ren.
  3. Ände­re die Ein­stel­lun­gen dei­ner Word­­Press-Web­­si­te, um HTTPS als Stan­dard­pro­to­koll fest­zu­le­gen. Dies kannst du tun, indem du die URL der Web­site in den Word­­Press-Ein­s­tel­­lun­­gen änderst.
  4. Instal­lie­re ein Plug­in wie „Real­ly Simp­le SSL“, das auto­ma­tisch alle not­wen­di­gen Umlei­tun­gen vor­nimmt und gemisch­te Inhal­te kor­ri­giert.
  5. Über­prü­fe die Web­site mit Tools wie „Why No Pad­lock“, um sicher­zu­stel­len, dass alles kor­rekt kon­fi­gu­riert ist.

Mit die­sen Schrit­ten kannst du die Sicher­heit dei­ner Word­­Press-Web­­si­te erheb­lich erhö­hen und dei­nen Besu­chern ein ver­trau­ens­wür­di­ges Erleb­nis bie­ten.

Überwachung und Protokollierung #

Die Über­wa­chung und Pro­to­kol­lie­rung von Akti­vi­tä­ten auf dei­ner Word­­Press-Web­­si­te ist ein ent­schei­den­der Bestand­teil der Sicher­heits­stra­te­gie. Sie hel­fen dir, ver­däch­ti­ge Akti­vi­tä­ten zu erken­nen, Sicher­heits­vor­fäl­le nach­zu­voll­zie­hen und letzt­lich dei­ne Site vor Mal­wa­re und ande­ren Bedro­hun­gen zu schüt­zen. Wenn du die Aktio­nen von Benut­zern und das Sys­tem­ver­hal­ten im Blick hast, kannst du schnel­ler reagie­ren und poten­zi­el­le Pro­ble­me ver­mei­den.

Es gibt vie­le Tools und Metho­den zur Über­wa­chung. Ein weit ver­brei­te­tes Werk­zeug ist das Word­fence Secu­ri­ty Plug­in, das nicht nur eine Fire­wall bie­tet, son­dern auch umfas­sen­de Pro­to­kol­lie­rungs­funk­tio­nen. Alter­na­tiv kannst du auch exter­ne Lösun­gen wie Sucu­ri oder iThe­mes Secu­ri­ty in Betracht zie­hen. Die­se Tools geben dir Ein­blick in kri­ti­sche Ereig­nis­se wie Anmel­de­ver­su­che, Ände­run­gen an Datei­en und unau­to­ri­sier­ten Zugriff.

Um ein Über­wa­chungs­tool ein­zu­rich­ten, fol­ge die­sen Schrit­ten:

  1. Plug­in aus­wäh­len: Ent­schei­de dich für ein Über­­­wa­chungs-Plu­g­in, z. B. Word­fence.
  2. Instal­la­ti­on: Gehe zu dei­nem Word­­Press-Dash­­board, kli­cke auf “Plug­ins” und dann auf “Instal­lie­ren”. Suche nach “Word­fence” und instal­lie­re das Plug­in.
  3. Akti­vie­rung: Nach der Instal­la­ti­on akti­vie­re das Plug­in und gehe zu den Ein­stel­lun­gen.
  4. Kon­fi­gu­ra­ti­on: Rich­te die Pro­to­kol­lie­rungs­funk­tio­nen ein. Akti­vie­re die Pro­to­kol­lie­rung von Anmel­de­ver­su­chen, Datei­än­de­run­gen und Zugriff auf geschütz­te Berei­che.
  5. Benach­rich­ti­gun­gen: Stel­le sicher, dass du Benach­rich­ti­gun­gen für ver­däch­ti­ge Akti­vi­tä­ten akti­vierst. So erhältst du sofor­ti­ge Updates.
  6. Regel­mä­ßi­ge Über­prü­fung: Über­prü­fe die Pro­to­kol­le regel­mä­ßig, um Mus­ter zu erken­nen oder mög­li­che Sicher­heits­vor­fäl­le zu iden­ti­fi­zie­ren.

Durch die­se Maß­nah­men kannst du die Sicher­heit dei­ner Word­­Press-Web­­si­te erheb­lich ver­bes­sern und dich pro­ak­tiv gegen Bedro­hun­gen wapp­nen.

Fazit #

Zusam­men­fas­send lässt sich sagen, dass die Gewähr­leis­tung der Sicher­heit dei­ner Word­­Press-Web­­si­te ein kon­ti­nu­ier­li­cher Pro­zess ist. Durch die Umset­zung der 15 Maß­nah­men, die wir in die­sem Arti­kel erläu­tert haben, berei­test du dei­ne Web­sei­te opti­mal auf die Her­aus­for­de­run­gen von 2026 vor und schützt sie effek­tiv vor Bedro­hun­gen.

Wie Forge12 mit solchen Themen arbeitet

Forge12 betreibt und ver­ant­wor­tet umsatz­kri­ti­sche Word­Press- und Woo­Com­mer­ce-Sys­te­me im lau­fen­den Betrieb. Bevor wir Sys­te­me über­neh­men oder wei­ter­ent­wi­ckeln, ana­ly­sie­ren wir sie voll­stän­dig – tech­nisch, struk­tu­rell und betrieb­lich. Das Sys­tem Audit ist der Ein­stiegs­punkt für jede Zusam­men­ar­beit.

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Arti­kel von:

Marc Wag­ner

Marc Wag­ner ist Grün­der der Forge12 Inter­ac­ti­ve GmbH und ver­ant­wort­lich für Betrieb, Absi­che­rung und Wei­ter­ent­wick­lung umsatz­kri­ti­scher Word­Press- und Woo­Com­mer­ce-Sys­te­me.

Seit über 20 Jah­ren arbei­tet er an Web­sites, Online-Shops und indi­vi­du­el­len Soft­ware­lö­sun­gen – vom Mit­tel­stand bis zu Struk­tu­ren bör­sen­no­tier­ter Unter­neh­men. Sein Fokus liegt nicht auf Pro­jek­ten, son­dern auf dau­er­haf­tem Betrieb: sta­bi­le Sys­te­me, kla­re Ver­ant­wort­lich­kei­ten und tech­ni­sche Ent­schei­dun­gen mit wirt­schaft­li­cher Kon­se­quenz.

Bei Forge12 beglei­tet er Unter­neh­men, die ihre Sys­te­me nicht nur bau­en, son­dern lang­fris­tig sicher betrei­ben und auto­ma­ti­sie­ren wol­len.

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