Warum Shops gehackt werden: Die 7 typischen Eintrittspunkte
Marc Wagner
Februar 4, 2026
In der heutigen digitalen Welt sind Online-Shops zunehmend Ziel von Cyberangriffen. In diesem Artikel werfen wir einen Blick auf die sieben häufigsten Eintrittspunkte, die Hacker nutzen, um WordPress-Seiten zu infiltrieren und Malware einzuschleusen. Lerne, wie du deine Website schützen kannst und welche Maßnahmen du ergreifen solltest.
Die Bedeutung von IT-Sicherheit für Online-Shops #
Die Bedeutung von IT-Sicherheit für Online-Shops ist in der heutigen digitalen Welt von entscheidender Bedeutung, insbesondere für Unternehmen, die WordPress nutzen. Die Kombination aus Benutzerfreundlichkeit und Flexibilität macht WordPress zu einer beliebten Plattform, birgt jedoch auch erhebliche Sicherheitsrisiken. Ein Hack kann verheerende Folgen für ein Unternehmen haben, von finanziellen Verlusten über Rufschädigung bis hin zu rechtlichen Konsequenzen.
Ein häufiger Sicherheitsrisiko ist die Schwachstelle durch unsichere Plugins und Themen. Hacker nutzen oft gezielte Angriffe auf diese Komponenten, um Zugang zu sensiblen Daten zu erlangen. Beispielsweise kann Malware in einen Shop eingeschleust werden, um Zahlungsinformationen oder persönliche Daten der Kunden zu stehlen. Solche Sicherheitsvorfälle können nicht nur das Vertrauen der Kunden zerstören, sondern auch zu hohen Kosten für die Wiederherstellung und die rechtlichen Folgen führen.
Um sich vor solchen Risiken zu schützen, sollten Unternehmen eine umfassende Sicherheitsstrategie entwickeln, die regelmäßige Sicherheitsüberprüfungen und Updates beinhaltet. Zu den Best Practices gehören:
- Regelmäßige Backups der Website
- Starke Passwörter und Zwei-Faktor-Authentifizierung
- Einsatz von Sicherheits-Plugins, die Schwachstellen scannen
- Überwachung der Website auf verdächtige Aktivitäten
Indem Du diese Maßnahmen ergreifst, kannst Du Deine WordPress-Shops vor möglichen Sicherheitsbedrohungen besser schützen und die Integrität Deines Unternehmens wahren.
Veraltete Plugins und Themes als Schwachstelle #
Veraltete Plugins und Themes stellen ein erhebliches Risiko für die Sicherheit deines WordPress-Shops dar. Hacker nutzen häufig diese Schwachstellen aus, um in Systeme einzudringen, da veraltete Software oft nicht mehr gepatcht wird. Jedes Plugin und Theme ist ein potenzieller Einstiegspunkt, und wenn du deren Sicherheitsupdates ignorierst, Öffnest du die Tür für Angreifer.
Aktualisierungen sind entscheidend für die Sicherstellung der Integrität deiner Website. Zu den insbesondere anfälligen Plugins gehören solche, die häufig installiert, aber selten aktualisiert werden. Beliebte, aber unsichere Plugins sind beispielsweise “WP Super Cache” oder “Easy WP SMTP”. Diese Plugins können durch veraltete Versionen Schwachstellen aufweisen, die leicht ausgenutzt werden können.
Um Plugins zu aktualisieren, befolge diese Schritt-für-Schritt-Anleitung:
- Melde dich in deinem WordPress-Dashboard an.
- Gehe zu „Plugins“ im linken Menü.
- Du wirst eine Liste deiner installierten Plugins sehen, in der Regel mit einem Hinweis auf verfügbare Aktualisierungen.
- Klicke auf „Jetzt aktualisieren“ für jedes Plugin, das eine neue Version hat, oder wähle alle aus und aktualisiere sie gleichzeitig.
- Nach der Aktualisierung solltest du die Änderungen prüfen, um sicherzustellen, dass alles reibungslos funktioniert.
Nach der Aktualisierung ist es wichtig, regelmäßig zu überprüfen, ob neue Updates verfügbar sind. Dies ist ein einfacher, aber effektiver Weg, um sicherzustellen, dass deine Seite vor Malware und anderen Bedrohungen geschützt bleibt.
Schadhafter Code in Plugins #
Schadhafter Code in Plugins: Hacker sind zunehmend skrupellos und zielen direkt auf Plugins ab, um schadhaften Code einzuschleusen. Dies geschieht oft, wenn Sicherheitsprüfungen beim Entwickeln und Aktualisieren von Plugins versäumt werden. Ein bekanntes Beispiel ist der Fall des „WP GDPR Compliance“-Plugins, das anfällig war und es Hackern ermöglichte, Malware zu integrieren. Tausende von Websites wurden dadurch kompromittiert und betroffen, da die Codequalität nicht ausreichend überprüft wurde.
Ein weit verbreitetes Problem sind inaktive oder wenig gewartete Plugins, die nicht mehr regelmäßig aktualisiert werden. Diese Plugins können Sicherheitslücken enthalten, die von böswilligen Akteuren ausgenutzt werden. Regelmäßige Codeüberprüfungen und Gemeinschaftsfeedback sind entscheidend, um solche Schwachstellen im Vorfeld zu identifizieren. Bei der Überprüfung von Plugins sollte auf die Herkunft und die Bewertungen der Autoren geachtet werden, um sicherzustellen, dass nur vertrauenswürdige Ressourcen verwendet werden.
Best Practices zur Sicherstellung einer sicheren Installation umfassen die Nutzung von bekannten und häufig überprüften Plugins, das Patchen von Sicherheitslücken und das Testen in einer isolierten Umgebung vor dem Einsatz auf Live-Seiten. Ein Beispiel für eine einfache Plugin-Überprüfung könnte wie folgt aussehen:
if ( ! defined( 'ABSPATH' ) ) {
exit; // Verhindert direkten Zugriff
}
Diese Zeile stellt sicher, dass das Plugin nur in der WordPress-Umgebung ausgeführt wird. Halte deine Website also stets in Schach, um Hacks zu vermeiden.
Unsichere Passwörter und Zugriffsprobleme #
Unsichere Passwörter und Zugriffsprobleme spielen eine zentrale Rolle bei Hacking-Angriffen auf WordPress-Shops. Oft sind diese Angriffe das Ergebnis einfacher, leicht zu erratender Passwörter und mangelhafter Zugriffsrechte. Häufige Fehler sind unter anderem die Verwendung von Standardpasswörtern wie „123456“, „password“ oder „admin“. Auch die Wiederverwendung von Passwörtern über verschiedene Plattformen kann deine Sicherheit gefährden.
Um starke Passwörter zu erstellen, ist es wichtig, eine Kombination aus Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen zu verwenden und die Länge von mindestens 12 Zeichen anzustreben. Hier sind einige Schritte zur Passwortsicherung:
- Vermeide offensichtliche Wörter und Phrasen.
- Nutze einen Passwortgenerator, um komplexe Passwörter zu erstellen.
- Ändere deine Passwörter regelmäßig, mindestens alle 3 bis 6 Monate.
- Aktiviere die Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) für zusätzlichen Schutz.
Darüber hinaus können Passwortmanager eine hervorragende Hilfe sein. Sie speichern und verwalten deine Passwörter sicher und ermöglichen es dir, komplexe Passwörter zu verwenden, ohne sie dir merken zu müssen. Beispiele für beliebte Passwortmanager sind LastPass, 1Password und Bitwarden, die auch Funktionen zur Passwortgenerierung bieten.
Durch die Kombination starker Passwörter und der richtigen Zugriffskontrollen kannst du die Sicherheit deines WordPress-Shops erheblich verbessern und Hacking-Angriffe wirkungsvoll abwehren.
SQL-Injection als Gefahrenquelle #
SQL-Injection als Gefahrenquelle: SQL-Injection ist eine weit verbreitete Technik, die Angreifer nutzen, um ungesicherte Datenbanken zu manipulieren und sensible Informationen zu stehlen. Bei einem SQL-Injection-Angriff wird schadhafter SQL-Code in Eingabefelder eingeschleust, die die Sicherung der Datenbank nicht richtig überprüfen. Ein typisches Beispiel wäre das Login-Formular eines WordPress-Shops. Wenn Du beispielsweise im Benutzernamen-Feld Folgendes eingibst:
' OR '1'='1'; --
Könnte der Server fälschlicherweise glauben, dass dies ein legitimes Eingabefeld ist, und einem unbefugten Benutzer Zugriff auf das Konto gewähren.
Es gibt verschiedene Methoden, um SQL-Injection zu vermeiden. Zunächst ist die Verwendung vorbereiteter Anweisungen und Parameterbindung in Deiner Programmierung ein effektiver Schutz. Ein Beispiel mit PHP und PDO könnte folgendermaßen aussehen:
$stmt = $pdo->prepare("SELECT * FROM users WHERE username = :username AND password = :password");
$stmt->execute(['username' => $username, 'password' => $password]);
Zusätzlich solltest Du alle Benutzereingaben validieren und bereinigen, bevor Du sie in Deine SQL-Anfragen einfügst. Stelle sicher, dass die Eingaben den erwarteten Datentypen entsprechen. Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zur sicheren Programmierung umfasst auch das Minimieren von Berechtigungen für Datenbankbenutzer und die regelmäßige Überprüfung von Logs, um verdächtige Aktivitäten zu erkennen. Das Implementieren von Sicherheitsmaßnahmen kann erheblich dazu beitragen, Deine WordPress-Website vor SQL-Injection-Angriffen zu schützen.
Cross-Site Scripting (XSS) und seine Risiken #
Cross-Site Scripting (XSS) ist eine häufige Sicherheitsanfälligkeit, die es Angreifern ermöglicht, schadhafter Code in Webseiten einzuschleusen, die von anderen Benutzern besucht werden. Bei einem erfolgreichen XSS-Angriff kann der Angreifer Cookies stehlen, Benutzersitzungen übernehmen oder sogar Schadsoftware auf den Computer des Nutzers übertragen. Besonders in Online-Shops ist die Gefahr eines solchen Angriffs gravierend, da persönliche Informationen und Zahlungsdaten kompromittiert werden können.
Ein konkretes Beispiel für einen XSS-Angriff könnte ein Benutzerkommentarfeld auf einer Produktseite sein. Wenn es nicht ausreichend gefiltert wird, könnte ein Angreifer JavaScript-Code eingeben, der dann ausgeführt wird, wenn ein anderer Benutzer die Seite besucht. Dadurch könnte der Angreifer Zugriff auf sensible Daten erlangen oder den Nutzer auf eine gefälschte Seite umleiten.
Um XSS-Angriffe zu vermeiden, ist die Validierung von Benutzereingaben entscheidend. Hier einige wichtige Maßnahmen:
- Stelle sicher, dass alle Benutzereingaben validiert und gefiltert werden.
- Verwende Funktionen wie
htmlspecialchars()in PHP, um Sonderzeichen zu konvertieren und zu verhindern, dass sie als HTML interpretiert werden.
Eine einfache Anleitung zur Sicherstellung der Input-Validierung könnte folgendermaßen aussehen:
- Überprüfe Eingabewerte: Stelle sicher, dass die Eingabewerte keine unerwünschten Zeichen enthalten.
- Escape-Ausgaben: Nutze Escape-Funktionen vor der Ausgabe von Benutzereingaben.
- Verwende Content Security Policy (CSP): Implementiere CSP-Header, um zu kontrollieren, welche Skripte auf deiner Seite ausgeführt werden dürfen.
- Halte deine Plugins und Themes aktuell: Aktualisierungen schließen oft sicherheitsrelevante Lücken.
Diese Maßnahmen können helfen, das Risiko von XSS-Angriffen in deinem WordPress-Shop erheblich zu reduzieren.
Sichere Zahlungsabwicklung in Online-Shops #
Eine sichere Zahlungsabwicklung ist entscheidend für den Erfolg deines Online-Shops. Sicherheit ist nicht nur ein Kundenanliegen, sondern auch eine rechtliche Anforderung. Häufige Sicherheitsprobleme bei der Zahlungsabwicklung entstehen durch unsichere Übertragungsprotokolle, unzureichende Authentifizierung und Datenbanken, die nicht adäquat gesichert sind. Ein Schwachpunkt kann beispielsweise die Verwendung veralteter Zahlungs-Gateways sein, die anfällig für Angriffe sind.
Zahlungsanbieter wie PayPal, Stripe und Klarna bieten robuste Sicherheitsmaßnahmen, um Daten während der Übertragung zu verschlüsseln. Sie setzen auf sichere Protokolle wie HTTPS und PCI DSS (Payment Card Industry Data Security Standard), um sensible Informationen zu schützen. Es ist ratsam, einen Anbieter zu wählen, der diese Standards einhält.
Best Practices zur Implementierung sicherer Zahlungsprotokolle beinhalten:
- SSL-Zertifikat installieren: Stelle sicher, dass dein Online-Shop ein gültiges SSL-Zertifikat hat, um die Datenübertragung zu verschlüsseln.
- Verwende sichere Zahlungs-Gateways: Wähle Anbieter, die umfassende Sicherheitsfeatures bieten.
- Zugriffsrechte einschränken: Beschränke den Zugang zu Zahlungsdaten und stelle sicher, dass nur autorisierte Mitarbeiter darauf zugreifen können.
- Regelmäßige Updates: Halte alle Plugins und Software stets auf dem neuesten Stand, um Sicherheitslücken zu schließen.
Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Implementierung sicherer Zahlungsprotokolle:
- Wähle ein zuverlässiges Zahlungs-Gateway.
- Installiere ein SSL-Zertifikat.
- Konfiguriere das Gateway in deinem Shopsystem.
- Teste die Zahlungsabwicklung in einer sicheren Umgebung.
- Überwache die Transaktionen auf verdächtige Aktivitäten.
Regelmäßige Sicherheitsprüfungen und Monitoring #
Regelmäßige Sicherheitsprüfungen und Monitoring sind von entscheidender Bedeutung für den Schutz deiner WordPress-Shops. Häufig werden Schwachstellen von Hackern ausgenutzt, die sich einfach und unbemerkt in dein System einschleichen können. Ein effektives Monitoring hilft dir nicht nur, Anomalien rechtzeitig zu erkennen, sondern auch potenzielle Hacks zu verhindern, bevor sie großen Schaden anrichten.
Eine Möglichkeit, regelmäßige Sicherheitsprüfungen durchzuführen, besteht darin, Plugins wie Wordfence oder Sucuri Security zu verwenden. Diese Tools bieten Echtzeit-Überwachung, Malware-Scan und Sicherheitsüberprüfungen. Um deine Sicherheit zu maximieren, kannst du die folgenden Schritte für regelmäßige Sicherheitschecks planen:
- Installiere ein Sicherheits-Plugin, das regelmäßige Scans durchführt und Maßnahmen gegen Bedrohungen ergreift.
- Lege einen Zeitplan für wöchentliche oder monatliche Überprüfungen fest, um deine Installationen und Datenbanken auf Schwachstellen zu überprüfen.
- Überwache die Benutzeraktivitäten, um verdächtige Anmeldungen oder ungewöhnliche Verhaltensmuster festzustellen.
- Aktualisiere regelmäßig alle Plugins und Themes, um bekannte Schwachstellen zu schließen und sicherzustellen, dass du die neuesten Sicherheitsfixes erhältst.
Nutze zusätzlich Tools wie Google Search Console für die Überwachung deiner Webseite auf Malware und andere Sicherheitsrisiken. Durch diese proaktiven Maßnahmen kannst du die Sicherheit deines WordPress-Shops erheblich erhöhen und die Gefahr eines Hacks minimieren.
Fazit #
Die Absicherung deines WordPress-Shops ist entscheidend, um Cyberangriffe zu verhindern. Durch das Verständnis der typischen Eintrittspunkte und präventive Maßnahmen kannst du das Risiko eines Hacks erheblich reduzieren. Lass dir nicht die Chance entgehen, deine Seite sicherer zu machen.
Wie Forge12 mit solchen Themen arbeitet
Forge12 betreibt und verantwortet umsatzkritische WordPress- und WooCommerce-Systeme im laufenden Betrieb. Bevor wir Systeme übernehmen oder weiterentwickeln, analysieren wir sie vollständig – technisch, strukturell und betrieblich. Das System Audit ist der Einstiegspunkt für jede Zusammenarbeit.
Artikel von:
Marc Wagner
Marc Wagner ist Gründer der Forge12 Interactive GmbH und verantwortlich für Betrieb, Absicherung und Weiterentwicklung umsatzkritischer WordPress- und WooCommerce-Systeme.
Seit über 20 Jahren arbeitet er an Websites, Online-Shops und individuellen Softwarelösungen – vom Mittelstand bis zu Strukturen börsennotierter Unternehmen. Sein Fokus liegt nicht auf Projekten, sondern auf dauerhaftem Betrieb: stabile Systeme, klare Verantwortlichkeiten und technische Entscheidungen mit wirtschaftlicher Konsequenz.
Bei Forge12 begleitet er Unternehmen, die ihre Systeme nicht nur bauen, sondern langfristig sicher betreiben und automatisieren wollen.

