Plugin-Risiko: So erkennst du tickende Zeitbomben im Plugin-Stack

Marc Wag­ner

Janu­ar 30, 2026

10 min read|

Die Welt der Word­­Press-Plu­g­ins ist vol­ler Mög­lich­kei­ten, birgt jedoch auch erheb­li­che Risi­ken. In die­sem Arti­kel erfährst du, wie du gefähr­li­che Schwach­stel­len und poten­zi­el­le Bedro­hun­gen in dei­nem Plu­g­in-Stack ent­lar­ven kannst. Wir beleuch­ten, wie du die Sicher­heit dei­ner Web­site gewähr­leis­ten kannst und wel­che Audit­schrit­te not­wen­dig sind.

Die Rolle von Plugins in WordPress #

Die grund­le­gen­de Rol­le von Plug­ins in Word­Press ist es, die Funk­tio­na­li­tät und den Funk­ti­ons­um­fang einer Web­site zu erwei­tern. Plug­ins ermög­li­chen es dir, dei­ne Web­site an dei­ne spe­zi­el­len Bedürf­nis­se anzu­pas­sen, ohne tief­grei­fen­de Kennt­nis­se in der Pro­gram­mie­rung zu haben. Damit kannst du alles von kom­ple­xen E‑Com­­mer­ce-Lösun­­gen bis hin zu ein­fa­chen Kon­takt­for­mu­la­ren rea­li­sie­ren. Ein Bei­spiel für ein belieb­tes Plug­in ist Woo­Com­mer­ce, das eine voll­stän­di­ge E‑Com­­mer­ce-Plat­t­­form bereit­stellt und dir hilft, Pro­duk­te zu ver­kau­fen und Bestel­lun­gen zu ver­wal­ten. Ein wei­te­res häu­fig ver­wen­de­tes Plug­in ist Yoast SEO, wel­ches dir ermög­licht, die Sicht­bar­keit dei­ner Web­site in Such­ma­schi­nen zu opti­mie­ren.

Die Ver­wen­dung von Plug­ins birgt jedoch nicht nur Vor­tei­le, son­dern auch Risi­ken. Jedes hin­zu­ge­füg­te Plug­in erwei­tert die Angriffs­flä­che dei­ner Web­site, und unsi­che­re Plug­ins kön­nen Sicher­heits­an­fäl­lig­kei­ten ein­füh­ren. Ein typi­sches Anwen­dungs­sze­na­rio ist die Inte­gra­ti­on eines neu­en Plug­ins, das dir bestimm­te Funk­tio­nen bie­tet, aber mög­li­cher­wei­se ver­al­te­te oder unsi­che­re Code­tei­le ent­hält.

Um ein Plug­in zu instal­lie­ren, fol­ge die­sen Schrit­ten:

  1. Mel­de dich in dei­nem Word­­Press-Dash­­board an.
  2. Navi­gie­re zu “Plug­ins” und wäh­le “Instal­lie­ren”.
  3. Suche das gewünsch­te Plug­in in der Such­leis­te.
  4. Kli­cke auf “Jetzt instal­lie­ren”.
  5. Nach­dem das Plug­in instal­liert wur­de, kli­cke auf “Akti­vie­ren”.

Durch das Ver­ständ­nis die­ser Grund­la­gen kannst du sicher­stel­len, dass die von dir ver­wen­de­ten Plug­ins nicht nur funk­tio­nal, son­dern auch sicher sind.

Verständnis von Sicherheitsanfälligkeiten #

Sicher­heits­an­fäl­lig­kei­ten in Word­­Press-Plu­g­ins sind Schwach­stel­len, die von Angrei­fern aus­ge­nutzt wer­den kön­nen, um unbe­fug­ten Zugriff auf Web­sites zu erlan­gen oder schäd­li­che Aktio­nen aus­zu­füh­ren. Die­se Anfäl­lig­kei­ten ent­ste­hen oft durch unzu­rei­chen­de Pro­gram­mie­rung, man­geln­de Sicher­heits­stan­dards oder unge­pfleg­te Code­ba­sen. Auch die Inte­gra­ti­on von Drit­t­an­­bie­­ter-Biblio­­the­ken kann zu Sicher­heits­ri­si­ken füh­ren, beson­ders wenn die­se Biblio­the­ken nicht regel­mä­ßig aktua­li­siert wer­den oder bekann­te Schwach­stel­len auf­wei­sen.

Ein häu­fi­ges Bei­spiel für eine Sicher­heits­an­fäl­lig­keit ist die SQL-Injec­­ti­on. Sie tritt auf, wenn ein Plug­in Daten­bank­ab­fra­gen zusam­men mit Benut­zer­ein­ga­ben durch­führt, ohne die­se ord­nungs­ge­mäß zu vali­die­ren oder zu berei­ni­gen. Ein Angrei­fer könn­te bei­spiels­wei­se ein­geb­ba­re For­mu­la­re nut­zen, um gefähr­li­che SQL-Befeh­­le ein­zu­ge­ben, was zu Daten­ver­lust oder unbe­fug­tem Zugriff auf ver­trau­li­che Infor­ma­tio­nen füh­ren kann. Sol­che Angrif­fe kön­nen deva­stie­ren­de Aus­wir­kun­gen auf die Inte­gri­tät und Sicher­heit dei­ner Web­site haben.

Ein wei­te­res Bei­spiel ist Cross-Site-Scrip­­ting (XSS). Hier­bei fügen Angrei­fer schad­haf­ter Java­­Script-Code in eine Web­site ein, der dann unwis­sent­lich von den Nut­zern aus­ge­führt wird. In einem rea­len Sze­na­rio könn­te ein anfäl­li­ges Plug­in es einem Angrei­fer ermög­li­chen, Nach­rich­ten an alle Benut­zer dei­ner Web­site zu sen­den oder sen­si­ble Infor­ma­tio­nen wie Coo­kies zu steh­len.

Zudem soll­test du dir der Tat­sa­che bewusst sein, dass die meis­ten Sicher­heits­an­fäl­lig­kei­ten sehr schwer­wie­gen­de Fol­gen haben kön­nen, wenn sie in dei­ner Plu­g­in-Umge­­bung nicht recht­zei­tig erkannt und beho­ben wer­den. Die Aus­wir­kung sol­cher Schwach­stel­len erfor­dert somit ein­ge­hen­de Audits und kon­ti­nu­ier­li­che Sicher­heits­up­dates.

Wie man gefährliche Plugins erkennt #

Eine der größ­ten Her­aus­for­de­run­gen bei der Ver­wal­tung von Word­­Press-Plu­g­ins besteht dar­in, gefähr­li­che Plug­ins zu erken­nen, die poten­zi­el­le Risi­ken für die Sicher­heit dei­ner Web­site dar­stel­len kön­nen. Es gibt meh­re­re Anzei­chen, die dar­auf hin­wei­sen, dass ein Plug­in mög­li­cher­wei­se pro­ble­ma­tisch ist. Zunächst sind nied­ri­ge Bewer­tun­gen ein kla­res Warn­si­gnal. Wenn ein Plug­in über ein Schnitt­stel­len­ra­ting von weni­ger als 3 Ster­nen ver­fügt, soll­test du beson­ders vor­sich­tig sein. Auch die Anzahl der Bewer­tun­gen spielt eine Rol­le. Ein Plug­in mit nur weni­gen Bewer­tun­gen könn­te in sei­ner Benut­zer­freund­lich­keit unsi­cher sein.

Ein wei­te­res Indiz ist die Dau­er der Ent­wick­lungs­zeit. Plug­ins, die seit meh­re­ren Jah­ren kei­ne Updates erhal­ten haben, sind poten­zi­el­le Zeit­bom­ben, da Sicher­heits­an­fäl­lig­kei­ten, die mit der Zeit ent­deckt wer­den, mög­li­cher­wei­se nicht beho­ben wur­den. Ein Bei­spiel ist das Plug­in “WP Super Cache”, das in der Ver­gan­gen­heit wegen unzu­rei­chen­der Secu­ri­­ty-Patches kri­ti­siert wur­de.

Um die Ver­trau­ens­wür­dig­keit eines Plug­ins zu über­prü­fen, kannst du fol­gen­de Schrit­te durch­füh­ren:

  1. Besu­che das Word­­Press-Plu­g­in-Ver­­­zeich­­nis und suche nach dem gewünsch­ten Plug­in.
  2. Über­prü­fe die Gesamt­be­wer­tung sowie die Anzahl der Bewer­tun­gen.
  3. Sieh dir die letz­ten Aktua­li­sie­run­gen des Plug­ins an. Ach­te dar­auf, dass es regel­mä­ßig gewar­tet wird.
  4. Lies die Nut­zer­kom­men­ta­re. Nega­ti­ve Rück­mel­dun­gen bezüg­lich Sicher­heits­fra­gen sind beson­ders auf­schluss­reich.

Durch die­se Über­prü­fun­gen kannst du die Risi­ken mini­mie­ren und sicher­stel­len, dass du nur ver­trau­ens­wür­di­ge Plug­ins auf dei­ner Word­­Press-Web­­si­te ver­wen­dest.

Best Practices für die Plugin-Sicherheit #

Um die Sicher­heit dei­ner Word­­Press-Plu­g­ins zu gewähr­leis­ten, soll­test du meh­re­re bewähr­te Prak­ti­ken in Betracht zie­hen, die dir hel­fen, poten­zi­el­le Risi­ken zu mini­mie­ren. Eine der wich­tigs­ten Maß­nah­men ist das regel­mä­ßi­ge Über­prü­fen von Updates. Ent­wick­ler stel­len in der Regel Sicher­heits­ak­tua­li­sie­run­gen zur Ver­fü­gung, um bekann­te Schwach­stel­len zu behe­ben. Stel­le sicher, dass du die Plug­ins regel­mä­ßig auf Updates prüfst und die­se sofort instal­lierst, um Sicher­heits­lü­cken zu schlie­ßen.

Ein wei­te­rer wich­ti­ger Aspekt ist das Her­un­ter­la­den von Plug­ins nur aus ver­trau­ens­wür­di­gen Quel­len. Der offi­zi­el­le Word­­Press-Plu­g­in-Kata­­log ist eine ver­läss­li­che Quel­le, aber auch hier soll­test du auf Bewer­tun­gen und die letz­te Aktua­li­sie­rung des Plug­ins ach­ten. Ver­mei­de es, Plug­ins von unbe­kann­ten Web­sei­ten oder Ent­wick­lern her­un­ter­zu­la­den, da die­se oft unsi­cher sein kön­nen.

Häu­fi­ge Feh­ler, die Nut­zer machen, sind das Igno­rie­ren von War­nun­gen oder das Ver­nach­läs­si­gen der Plu­g­in-Bewer­­tun­­gen. Wenn ein Plug­in vie­le nega­ti­ve Bewer­tun­gen hat, oder seit län­ge­rer Zeit nicht mehr aktua­li­siert wur­de, könn­te es anfäl­lig für Angrif­fe sein. Eine sinn­vol­le Lösung besteht dar­in, sorg­fäl­tig zu recher­chie­ren und zu bewer­ten, bevor du ein neu­es Plug­in instal­lierst.

Eine Schritt-für-Schritt-Anlei­­tung zur Imple­men­tie­rung von Sicher­heits­über­prü­fun­gen könn­te wie folgt aus­se­hen:

  1. Über­prü­fe die Bewer­tun­gen und Instal­la­tio­nen des Plug­ins.
  2. Ach­te auf die letz­te Aktua­li­sie­rung und die Anzahl der akti­ven Instal­la­tio­nen.
  3. Instal­lie­re nur Plug­ins von Ent­wick­lern, die eine trans­pa­ren­te Kom­mu­ni­ka­ti­ons­his­to­rie haben.
  4. Akti­vie­re auto­ma­ti­sche Updates für Plug­ins, wenn mög­lich.
  5. Füh­re regel­mä­ßi­ge Back­ups dei­ner Word­­Press-Sei­­te durch, um im Not­fall Daten­ver­lus­te ver­mei­den zu kön­nen.

Indem du die­se Best Prac­ti­ces befolgst, kannst du das Risi­ko über­las­se­nen Sicher­heits­lü­cken in dei­nem Plu­g­in-Stack erheb­lich ver­rin­gern und die Inte­gri­tät dei­ner Web­site schüt­zen.

Die Bedeutung von Audits #

Ein Plu­g­in-Audit ist eine sys­te­ma­ti­sche Über­prü­fung der instal­lier­ten Plug­ins auf dei­ner Word­­Press-Sei­­te, um poten­zi­el­le Sicher­heits­ri­si­ken, Schwach­stel­len und Abhän­gig­kei­ten zu iden­ti­fi­zie­ren. Die­se Audits sind von ent­schei­den­der Bedeu­tung, um sicher­zu­stel­len, dass dei­ne Web­site vor Angrif­fen geschützt ist und um die Inte­gri­tät dei­ner Daten zu wah­ren. Der häu­figs­te Feh­ler liegt dar­in, dass Nut­zer Audits nur spo­ra­disch durch­füh­ren oder sie ganz aus­las­sen. Das führt oft zu unent­deck­ten Sicher­heits­lü­cken, die von Cyber­kri­mi­nel­len aus­ge­nutzt wer­den kön­nen. Zum Bei­spiel kön­nen ver­al­te­te Plug­ins, die nicht regel­mä­ßig über­prüft wer­den, als Ein­falls­tor für Mal­wa­re die­nen.

Um ein effek­ti­ves Plu­g­in-Audit durch­zu­füh­ren, fol­ge die­ser Schritt-für-Schritt-Anlei­­tung:

  1. Plu­g­in-Lis­­te erstel­len: Stel­le eine voll­stän­di­ge Lis­te dei­ner instal­lier­ten Plug­ins zusam­men, ein­schließ­lich ihrer Ver­sio­nen.
  2. Über­prü­fe die Quel­len: Stel­le sicher, dass alle Plug­ins aus ver­trau­ens­wür­di­gen Quel­len stam­men und regel­mä­ßig aktua­li­siert wer­den.
  3. Bewer­tung der Akti­vi­tät: Sieh dir an, wann das letz­te Update statt­fand. Plug­ins, die seit län­ge­rer Zeit nicht aktua­li­siert wur­den, sind anfäl­lig.
  4. Funk­ti­ons­prü­fung: Über­prü­fe, ob alle Plug­ins ord­nungs­ge­mäß funk­tio­nie­ren, ohne Kon­flik­te mit ande­ren Plug­ins oder The­mes zu ver­ur­sa­chen.
  5. Sicher­heits­über­prü­fung: Nut­ze Tools, die Sicher­heits­an­fäl­lig­kei­ten iden­ti­fi­zie­ren kön­nen und über­prü­fe die Plug­ins auf bekann­te Sicher­heits­pro­ble­me.

Durch regel­mä­ßi­ge Audits kannst du sicher­stel­len, dass dei­ne Web­site gegen poten­zi­el­le Angrif­fe gewapp­net ist und ihre Leis­tungs­fä­hig­keit auf­recht­erhal­ten bleibt. Ach­te dar­auf, die­se Prü­fung regel­mä­ßig durch­zu­füh­ren, um dei­nem Plu­g­in-Stack stets eine siche­re Grund­la­ge zu geben.

Tools zur Plugin-Überprüfung #

Um Sicher­heits­an­fäl­lig­kei­ten in dei­nem Word­­Press-Plu­g­in-Stack zu über­prü­fen, ste­hen dir ver­schie­de­ne Tools zur Ver­fü­gung, die dir hel­fen, ver­bor­ge­ne Risi­ken zu erken­nen. Eines der bekann­tes­ten Tools ist Word­fence, ein Sicher­heits­plug­in, das eine Fire­wall, Mal­­wa­­re-Scans und einen Log­in-Schutz bie­tet. Mit Word­fence kannst du eine umfas­sen­de Über­prü­fung dei­ner Plug­ins durch­füh­ren und Schwach­stel­len auf­de­cken, die sonst mög­li­cher­wei­se unent­deckt blei­ben.

Ein wei­te­res nütz­li­ches Tool ist Sucu­ri Site­Check, ein Online-Scan­­ner, der dei­ne Web­site auf Mal­wa­re, ver­al­te­te Plug­ins und ande­re Sicher­heits­pro­ble­me unter­sucht. Du musst ledig­lich die URL dei­ner Web­site ein­ge­ben, und der Scan­ner bie­tet dir einen detail­lier­ten Bericht über poten­zi­el­le Bedro­hun­gen.

Um eines die­ser Tools in dei­ne Word­­Press-Instal­la­­ti­on zu inte­grie­ren, bei­spiels­wei­se Word­fence, gehe fol­gen­der­ma­ßen vor:

  1. Mel­de dich in dei­nem Word­­Press-Dash­­board an.
  2. Navi­gie­re zu “Plug­ins” und kli­cke auf “Neu hin­zu­fü­gen”.
  3. Suche nach “Word­fence Secu­ri­ty”.
  4. Instal­lie­re und akti­vie­re das Plug­in.
  5. Gehe zu “Word­fence” in der lin­ken Sei­ten­leis­te und füh­re einen voll­stän­di­gen Scan dei­ner Web­site durch.

Es ist rat­sam, regel­mä­ßi­ge Scans durch­zu­füh­ren und die Plug­ins stets auf die neu­es­te Ver­si­on zu aktua­li­sie­ren. So kannst du sicher­stel­len, dass bekann­te Schwach­stel­len umge­hend beho­ben wer­den. Die­se Tools bie­ten dir die Mög­lich­keit, pro­ak­tiv Sicher­heits­pro­ble­me anzu­ge­hen, bevor sie zu einer erns­ten Bedro­hung für dei­ne Web­sei­te wer­den.

Real-Life Fallstudien #

Ech­te Sicher­heits­vor­fäl­le im Zusam­men­hang mit Word­­Press-Plu­g­ins bie­ten wert­vol­le Lek­tio­nen für Betrei­ber von Web­sei­ten. Ein prä­gnan­tes Bei­spiel ist der Fall der belieb­ten SEO-Plu­g­in “Yoast”, das im Jahr 2020 durch eine Sicher­heits­lü­cke in einem frü­he­ren Update Kom­pro­mit­tie­run­gen erleb­te. Nach­dem Hacker Zugang zu Web­sites erlang­ten, konn­ten sie Mal­wa­re ein­fü­gen, was zu schwer­wie­gen­den Kon­se­quen­zen für die betrof­fe­nen Sei­ten führ­te. Die Betrei­ber hat­ten ver­säumt, auf Sicher­heits­war­nun­gen und Mar­ke­ting­mit­tei­lun­gen zu reagie­ren, die auf die Not­wen­dig­keit eines zeit­na­hen Updates hin­wie­sen. Dies ver­deut­licht, wie wich­tig regel­mä­ßi­ge Updates für Plug­ins sind.

Ein wei­te­rer Fall betrifft das Plug­in “WP Super Cache”, das durch nicht aus­rei­chend geprüf­te maxi­ma­le Datei­grö­ßen in der Kon­fi­gu­ra­ti­on für Sicher­heits­lü­cken sorg­te. Auch hier waren es die Betrei­ber, die nach­läs­sig in der Über­wa­chung ihrer Plu­g­in-Kon­­­fi­­gu­ra­­tio­­nen waren. Um ähn­li­che Sze­na­ri­en zu ver­mei­den, soll­test du:

  • Regel­mä­ßi­ge Updates pla­nen: Lege einen Plan fest, um Plug­ins zeit­nah zu aktua­li­sie­ren, beson­ders wenn Sicher­heits­up­dates ver­öf­fent­licht wer­den.
  • Sicher­heits­war­nun­gen abon­nie­ren: Mel­de dich für Sicher­heits­war­nun­gen und News­let­ter der Plu­g­in-Ent­­wick­­ler an, um schnell über poten­zi­el­le Risi­ken infor­miert zu wer­den.
  • Risi­ko­ana­ly­sen durch­füh­ren: Set­ze dich mit Tools wie WPScan oder Sucu­ri aus­ein­an­der, um poten­zi­el­le Schwach­stel­len pro­ak­tiv zu iden­ti­fi­zie­ren und zu behe­ben.

Durch akti­ve Über­wa­chung und das Befol­gen die­ser Richt­li­ni­en kannst du vie­le Sicher­heits­ri­si­ken ein­däm­men und dei­ne Word­­Press-Web­­si­te bes­ser schüt­zen.

Zukunft der WordPress-Plugin-Sicherheit #

Die Zukunft der Sicher­heit von Word­­Press-Plu­g­ins wird stark von der fort­schrei­ten­den Tech­no­lo­gie und den sich stän­dig wei­ter­ent­wi­ckeln­den Bedro­hun­gen geprägt sein. Als Web­­si­te-Betrei­­ber musst du dich auf meh­re­re Trends ein­stel­len, die die Plu­g­in-Sicher­heit betref­fen könn­ten. Einer der wich­tigs­ten Trends ist die ver­stärk­te Nut­zung von Künst­li­cher Intel­li­genz für die Erken­nung von Sicher­heits­lü­cken. Plug­ins könn­ten künf­tig intel­li­gen­ter wer­den, indem sie poten­zi­el­le Risi­ken in Echt­zeit iden­ti­fi­zie­ren und mel­den. Das bedeu­tet, dass du dei­ne Plug­ins regel­mä­ßig aktua­li­sie­ren und auf Ent­wick­lun­gen in der KI-Tech­­no­­lo­­gie ach­ten soll­test.

Ein wei­te­rer signi­fi­kan­ter Trend ist der Anstieg von Zero-Day-Exploits. Die­se Schwach­stel­len wer­den oft nicht sofort erkannt, was bedeu­tet, dass du pro­ak­tiv han­deln musst. Das Imple­men­tie­ren von Sicher­heits-Plu­g­ins und Fire­walls ist daher uner­läss­lich. Über­le­ge, fort­schritt­li­che Tools zu nut­zen, die dir hel­fen, Sicher­heits­lü­cken schnel­ler zu erken­nen, bevor sie aus­ge­nutzt wer­den kön­nen.

Dar­über hin­aus wird die Com­mu­ni­ty um die Word­­Press-Plu­g­ins eine noch wich­ti­ge­re Rol­le bei der Sicher­heit spie­len. Der Aus­tausch von Infor­ma­tio­nen über neue Bedro­hun­gen oder ver­däch­ti­ge Akti­vi­tä­ten wird es dir ermög­li­chen, schnel­ler zu reagie­ren.

Um dei­ner Web­sei­te einen Sicher­heits­vor­teil zu ver­schaf­fen, soll­test du regel­mä­ßig Sicher­heits-Audits durch­füh­ren. Nut­ze Tools zur Über­prü­fung auf ver­al­te­te oder unsi­che­re Plug­ins und hal­te dich über aktu­el­le Ent­wick­lun­gen in der Plu­g­in-Welt auf dem Lau­fen­den. So kannst du dei­ne Sei­te bes­ser auf zukünf­ti­ge Bedro­hun­gen vor­be­rei­ten.

Fazit #

Zusam­men­fas­send ist es essen­zi­ell, die Risi­ken von Word­­Press-Plu­g­ins zu erken­nen und regel­mä­ßig Audits durch­zu­füh­ren. Mit den hier vor­ge­stell­ten Stra­te­gien und Best Prac­ti­ces bist du bes­ser gerüs­tet, akti­ve Bedro­hun­gen zu iden­ti­fi­zie­ren und dei­ne Web­site nach­hal­tig zu sichern.

Wie Forge12 mit solchen Themen arbeitet

Forge12 betreibt und ver­ant­wor­tet umsatz­kri­ti­sche Word­Press- und Woo­Com­mer­ce-Sys­te­me im lau­fen­den Betrieb. Bevor wir Sys­te­me über­neh­men oder wei­ter­ent­wi­ckeln, ana­ly­sie­ren wir sie voll­stän­dig – tech­nisch, struk­tu­rell und betrieb­lich. Das Sys­tem Audit ist der Ein­stiegs­punkt für jede Zusam­men­ar­beit.

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Arti­kel von:

Marc Wag­ner

Marc Wag­ner ist Grün­der der Forge12 Inter­ac­ti­ve GmbH und ver­ant­wort­lich für Betrieb, Absi­che­rung und Wei­ter­ent­wick­lung umsatz­kri­ti­scher Word­Press- und Woo­Com­mer­ce-Sys­te­me.

Seit über 20 Jah­ren arbei­tet er an Web­sites, Online-Shops und indi­vi­du­el­len Soft­ware­lö­sun­gen – vom Mit­tel­stand bis zu Struk­tu­ren bör­sen­no­tier­ter Unter­neh­men. Sein Fokus liegt nicht auf Pro­jek­ten, son­dern auf dau­er­haf­tem Betrieb: sta­bi­le Sys­te­me, kla­re Ver­ant­wort­lich­kei­ten und tech­ni­sche Ent­schei­dun­gen mit wirt­schaft­li­cher Kon­se­quenz.

Bei Forge12 beglei­tet er Unter­neh­men, die ihre Sys­te­me nicht nur bau­en, son­dern lang­fris­tig sicher betrei­ben und auto­ma­ti­sie­ren wol­len.

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