MCP (Model Context Protocol) ist ein offener Standard, ursprünglich von Anthropic, über den KI-Agenten strukturiert auf externe Daten, Werkzeuge und Aktionen zugreifen. Ein MCP-Server stellt diese Ressourcen bereit — etwa einen Produktkatalog, eine Wissensdatenbank oder aufrufbare Funktionen —, sodass ein Agent sie zuverlässig abfragt und nutzt, statt Inhalte aus HTML zu erraten. MCP ist damit ein einheitlicher Adapter zwischen KI-Modellen und der Außenwelt.
Bisher war jede KI-Integration ein Sonderfall mit eigener Schnittstelle. MCP standardisiert, wie Modelle Daten und Werkzeuge entdecken und aufrufen — vergleichbar mit dem, was USB für Peripheriegeräte tat: ein Stecker für viele Geräte statt für jedes einen eigenen.
Für Anbieter heißt das: einmal einen MCP-Server bauen, statt für jeden KI-Client eine eigene Anbindung zu pflegen.
Er bietet dem Agenten Ressourcen (lesbare Daten), Tools (aufrufbare Aktionen mit klar definierten Parametern) und Prompts. Der Agent fragt zuerst ab, was verfügbar ist, und ruft dann gezielt das Passende auf.
Die Antworten sind strukturiert statt Fließtext — dadurch kann der Agent sie verlässlich weiterverarbeiten, etwa einen Preis übernehmen oder eine Buchung auslösen.
Um eigene Daten agentenfähig zu machen: den Shop-Katalog für Kaufagenten, die interne Wissensdatenbank für Support-Assistenten, Buchungs- oder Bestandsfunktionen für Prozesse.
So werden Inhalte und Abläufe für KI nutzbar, ohne für jeden Anbieter neu zu integrieren — ein Baustein der agentenfähigen (AI-Ready) Website.
Anthropic hat MCP Ende 2024 als offenen Standard vorgestellt. Es ist quelloffen und wird inzwischen von mehreren KI-Anbietern und Tools unterstützt.
Schema.org macht eine Website les- und zitierbar. MCP geht weiter: Es erlaubt einem Agenten, gezielt abzufragen und Aktionen auszulösen — nützlich für Kataloge, Buchungen und Transaktionen.
Nein. Schon ein kompakter MCP-Server für einen Produktkatalog oder eine FAQ kann einen kleinen Shop oder Dienstleister für Agenten sichtbar und nutzbar machen.